Gemeinsam sind wir stark...

                   Die Geschichte des                       Bellenberger Lacha-Dreggler

Vor nicht all zu langer Zeit, nämlich in den 70iger Jahren, befanden sich die Einwohner Bellenbergs mit den Bürgern einer Nachbargemeinde in anhaltenden Sticheleien und Streitigkeiten.

Einer der Erzstreitpunkte beruhten auf dem jährlichen Besuch der Bellenberger immer am Fasnetssonntag, in eben der genannten Nachbargemeinde, um die dortigen Bürger, als auch ihren Ort selbst, im wahrsten Sinne des Wortes auf die Schippe zu nehmen.

So geschehen ist es auch an jenem Fasnetssonntag Mitte der 70iger Jahre. Die Bellenberger Musketiere waren abermals mit ihren originell ausgestalteten Wagen, zum Denkanstoß an vergangene Tage, zum alten Erzrivalen unterwegs. Kaum dass die Bellenberger in bekannter Art auf sich aufmerksam gemacht hatten, wurde ihnen auf das Übelste mitgespielt.

Den Widersachern aus der Nachbargemeinde platze der Kragen. Nach einer Krisenstabsbesprechung bei einem Frühschoppen, beschlossen sie sich mit einem übel riechenden Nass, auch Jauche genannt, zu bewaffnen. Ohne weitere Zeitverzögerung, jagten sie auf einem gemeindlichen Unimog auf dem eine Spritze angebracht war, den Bellenberger Feinden entgegen.

Aber oh wie fein, bekamen die Bellenberger zwischenzeitlich mächtig Wind von dem geplanten Vorhaben ihrer Rivalen und suchten flugs das Weite. Doch haben sie nicht mit dem derben Hinterhalt der Nachbargemeinde gerechnet.

Die Lachenfahrerstreitmacht der Nachbargemeinde, war schneller unterwegs. Auf der Landstraße wurden die Bellenberger Bürger, die als unliebsame Eindringlinge angesehen wurden, eingeholt und man gab ihnen ordentlich übel riechendes Saures.

"Mei die stinkat jetz aber grässlich" freuten sich die Lachenspritzer von nebenan über ihren gelungenen Clou und traten in höchster Genugtuung ihren Heimweg an, um ihren Erfolg in einer Gaststätte ruhmreich zu begießen.

Nichts desto trotz ließen sich die Bellenberger ihre Fasnet nicht verwässern und konterten

"im nächsten Jahr kommen wir mit Hühnermist (LACHA)"

Die Bürger Bellenbergs waren recht empört über diesen Vorfall und zornig. Voller Eifer dachten sie sich einen Rachefeldzug aus. Einige Zeit später bewaffneten sie sich mit einem gut gefüllten Lachafaß, frisch vom Hühnerstall und zogen zielsicher und schnurstracks in Richtung Erzrivalen aus.

Dort am Sportplatz angelangt wurde die komplette stinkende und qualmende Fracht, ja die frische noch warme Lacha auf dem Sportplatz feinsäuberlich verteilt. Dieser Ort war ganz bewusst ausgewählt, so dass der Spielbetrieb für einige Zeit lahm gelegt war.

Der Rachefeldzug war gelungen und die Bellenberger Bürger (DREGGLER) zogen zufrieden in ihr geliebtes Bellenberg zurück.

Wir, die Narrenzunft Bellenberger Lacha-Dreggler e.V. bedanken uns von ganzem Herzen bei unserer Nachbargemeinde und selbstverständlich bei den Bürgern der Gemeinde Bellenberg, denn OHNE diese Begebenheit gäbe es heute keinen Grund unseren Lacha-Dreggler zu leben und zu feiern!!!